Weisheit des Tages
Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.

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Lebensversicherung & Pensionsvorsorge

Lebensversicherungen können in Kapitalversicherungen und Ablebensversicherungen unterteilt werden. Die Kapitalversicherungen haben grundsätzlich das Ziel, Vermögen zu bilden. Dazu zählen fondsgebundene, "klassische", indexgebundene und kapitalanlageorientierte Lebensversicherungen. Es gibt reine Erlebens-, Er- und Ablebens- und Rentenversicherungen. Ebenso zählt die Prämienpension als staatlich geförderte Pensionsversicherung zu dieser Gruppe.

Erste Überlegungen zur finanziellen Absicherung

 Folgende Fragen sind vor Abschluss eines Vertrages zu stellen:

  • Lebenssituation: Z. B. ist jemand Single? Hat er/sie Familie und ist für das finanzielle Einkommen (mit)verantwortlich?
  • Anlagehorizont, d. h. der Versicherungsdauer: Z. B. in welchem Alter wird eine Lebensversicherung abgeschlossen? Wann soll eine Zusatzpension fließen?
  • Risikoneigung: Z. B. wird ein geringes Risiko gewählt, sollen Verluste ausgeschlossen oder begrenzt werden? Kann höheres Risiko eingegangen werden, sollen höhere Ertragschancen das Ziel sein?
  • Zahlungsweise: Z. B. wird laufend in einen Vertrag einbezahlt oder steht ein einmaliger, höherer Betrag zur Verfügung (Einmalerlag)? Welche Zahlungsweise ist günstig für das ausgewählte Produkt?
  • Flexibilität: Z. B. soll ein gewisser Betrag schnell zur Verfügung stehen (Liquidität)? Welcher Betrag kann längerfristig angelegt werden?
  • Pensionsvorsorge: Z. B. wie viel Geld wird tatsächlich in der Pension benötigt werden? Wie hoch wird die staatliche Pension sein; welcher Betrag kann in einen Vorsorgevertrag einbezahlt werden?
  • Steuerliche Situation: Z. B. in welcher Art und Weise kann von einer Steuerbefreiung profitiert werden?

Warum ist z. B. eine private Pensionsvorsorge wichtig?

Festzustellen ist, dass die europäische bzw. die österreichische Bevölkerung "überaltert". Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt ständig. Immer mehr Menschen können daher immer länger ihre Pensionszeit beanspruchen. Andererseits sinken die Geburtenraten. Somit müssen immer weniger Erwerbstätige immer mehr Pensionen finanzieren. Das staatliche Pensionssystem als Umlagesystem stößt an seine Grenzen. Pensionsbezieher/innen, die nur auf diese "erste Säule" des Pensionssystems bauen, werden ihren gewohnten Lebensstandard nicht halten können. Soll finanziell für die Pensionszeit vorgesorgt werden, kann dies privat über die "dritte Säule" und/oder betrieblich über die sogenannte "zweite Säule" erfolgen.

Gründe, warum jemand einen privaten Vorsorgevertrag abschließt sind daher die Verhinderung von möglichen finanziellen Einbußen in der Pension und die Sicherung einer monatlichen Zusatzpension, die lebenslang ausbezahlt wird.